MEDIZIN DER WEIBLICHKEIT

Allgemeine Gedanken

Blogbeitrag Frauen in der Medizin

Die Zahlen der letzten Abschlussjahrgänge belegen es: Die Dentalbranche wird zukünftig von Frauen regiert. In der Zahnmedizin schlossen 2015 über 80 Prozent weibliche Studenten ab. Welche Veränderungen sich daraus ergeben…

Der allmähliche Untergang der Alphatiere
Gerade die Dentalbranche wurde jahrelang von Alphamännchen dominiert und ist es noch. Gerade in großen Praxen haben häufig Männer das Sagen. Dieses Bild wird sich zukünftig verändern, denn immer mehr Frauen studieren Zahnmedizin. Warum? Ein Grund dafür könnte sein, dass viele Frauen einfach die besseren Voraussetzungen dazu haben, nämlich den benötigten, sehr guten Schulabschluss. Doch welche Veränderungen ergeben sich aus diesem Wechsel der Geschlechter? Hier einige Thesen, die sich aus Gesprächen mit Branchenexperten ergeben haben:

Frauen benötigen flexible Arbeitszeiten!
Viele Zahnärztinnen möchten nicht mehr ganztags arbeiten. Nicht nur der Familienwunsch, sondern vor allem der Drang nach Freizeitausgleich ist bei der kommenden Generation stärker ausgeprägt. Hier müssen andere Arbeitszeitregelungen entwickelt werden. Ein Modell könnte die Umverteilung der Praxiszeit auf mehrere Inhaber sein. Oder bestimmte Aufgaben werden auf eine andere Weise erledigt als bisher. Denkbar ist beispielsweise die Einführung einer zusätzliche Online-Beratung von Patienten.

Frauen möchten gerne in der Gemeinschaft arbeiten!
Viele Frauen lieben den Austausch und die Ergänzung im Team. Gerade aufgrund der benötigten Flexibilität werden Partnerschaften zukünftig noch mehr an Stellenwert gewinnen. Die Ära der Asphaltiere, die nur Anweisungen geben, wird aktuell bereits durch die Einflussnahme der Prophylaxeassistentin und der Praxismanagerin aufgebrochen. Zukünftig wird der Trend zur gegenseitige Unterstützung ein ganz entscheidender Faktor zur erfolgreichen Praxisführung sein.   

Frauen sind bei Investitionen vorsichtiger!
Bei der Gründung und Ausstattung von Praxen gelten Frauen als nicht so risikobereit. Viele scheuen die Kosten und arbeiten zunächst nur in einer Praxis mit. Sie brauchen durchschnittlich länger bis sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Darüber hinaus ist die heutige Zahnmedizin auch eine Medizin der technischen Herausforderungen. Teure Geräte werden von Frauen aber meist nur sehr zögerlich angeschafft. Hier ist die Industrie gefragt, alternative Preismodelle zu schaffen, die eine attraktive, moderne Zahnmedizin auch zukünftig ermöglichen.

In jedem Fall ist der Einzug der weiblichen Medizin ein Aufbruch von alten Strukturen und ein längst überfälliger Schritt…ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. 

>