PERSONAL FINDEN UND HALTEN

Aktuell werden fast in jeder Branche riesige Etats für Personalgewinnungs-Kampagnen ausgegeben. Warum die Stärkung des eigenen Personals häufig mehr bringt als Plakat-, TV- oder Anzeigenwerbung.

Geeignetes Personal zu finden und zu halten, ist mit Sicherheit – neben der Digitalisierung – eine der größten Herausforderung der heutigen Wirtschaft. Schon jetzt geben viele Unternehmen große Summen für Recruiting und  Employer Branding aus. In Zeiten von offenen Beurteilungen über die Social Media Kanäle, zählt eine attraktive Arbeitgebermarke ebenso viel, wie die erfolgreiche Vermarktung von Produkten. Denn beide Bereiche sind kaum noch zu trennen.

Hat eine Marke ein gutes Image, bewerben sich junge Menschen initiativ, ohne die Schaltung von Stellenanzeigen. Auch die Aussicht auf eine überdurchschnittliche Bezahlung ist nicht – wie so viele denken – ausschlaggebend. Doch was ist es dann? 

Viele Studien zeigen, dass sich Arbeitnehmer vor allem die Möglichkeit zur Weiterentwicklung wünschen. Sie möchten in einem angenehmen Umfeld Ihrer Passion nachgehen. Im Team voran kommen und alte Strukturen aufbrechen.

Welche Möglichkeiten haben Arbeitgeber?
Natürlich können Unternehmen viele verschiedene Wege gehen, um an gutes Personal zu gelangen. Onlineplattformen, Facebook und Personal-Landingpages sind nur einige Möglichkeiten um modern und flexibel neue Mitarbeiter zu suchen. Doch am erfolgreichsten ist, meiner Meinung nach, zunächst die Suche über das eigene Personal. Gute Mitarbeiter kennen gute Bewerber. Fragen Sie doch einfach Ihre Mitarbeiter nach ihren Empfehlungen. Es wird keiner jemanden empfehlen, der dem Unternehmen schaden könnte. Belohnen Sie die Mitarbeiter beispielsweise mit einer hohen Provision dafür. Grundlage für diese Art von Personalmarketing ist natürlich die Zufriedenheit der Mitarbeiter. 

Wie mache ich meine Mitarbeiter zu Fans?
Durch die gute wirtschaftliche Lage, ist die Bereitschaft den Arbeitgeber regelmäßig zu wechseln gestiegen. Doch eine hohe Fluktuation bedeutet für den Arbeitgeber einen enormen Kostenaufwand und den ständigen Verlust von Know-How. Eine transparente Unternehmenskultur, Respekt und flache Hierarchien sind mit Sicherheit Bausteine zur Sicherung von Personal. Aktuell sind vor allem flexibel Arbeitszeitmodelle und die Berücksichtigung der privaten Situation ein Zufriedenheitsfaktor. Kommt es hier zu ständigen Kompromissen, wird die Arbeit als „nicht passend“ empfunden. Damit entfällt natürlich auch eine entsprechende Weiterempfehlung, schlimmer noch… die eigenen Mitarbeiter können sich nicht mit dem Unternehmen identifizieren, sprechen darüber und bilden ein negative Wahrnehmung des Unternehmens.

Viele Arbeitgeber stöhnen aktuell über die Generation Y und das Streben nach Work-Life-Balance. Für mich stellt dieser Trend – wenn er denn einer ist – nur eine logische Konsequenz dar. Viele Studien zeigen, dass sich Arbeitnehmer vor allem die Möglichkeit zur Weiterentwicklung wünschen. Sie möchten in einem angenehmen Umfeld Ihrer Passion nachgehen. Im Team voran kommen und alte Strukturen aufbrechen. Sie müssen nichts mehr aufbauen, nichts mehr schaffen, sind als Einzelkinder aufgewachsen, ohne viel Konkurrenz, es ging Ihnen nie schlecht. Und das soll verwerflich sein? Ich empfinde es eher als antiquiert, dass Unternehmen heute noch nicht verstanden haben, warum sich Menschen übermäßig engagieren und verändern. 
Sie müssen das WHID verstehen. „WAS HABE ICH DAVON?“

NEUE KOLUMNE NachgeVragt GEHT AN DEN START

Vielleicht kennen Sie das? Sie arbeiten und arbeiten und haben doch das Gefühl, nie anzukommen. Die Erfahrung zeigt, dass zur erfolgreichen und zufriedenen Führung einer Praxis drei Bereiche eine wichtige Rolle spielen. Das ist zum einen das tägliche Handeln, dann ist das die eigene Vision – also der Grund warum Sie arbeiten – und natürlich die gesetzten Ziele. Stimmen diese drei Bereiche überein, empfinden wir unseren Alltag als erfüllt.

Richten Sie Ihren Kompass auf Erfolg aus!

Am einfachsten ist das Ganze an einem Bild zu erklären: Ich nutze dafür einen Kompass. Stellen Sie sich drei Zeiger vor. Deuten diese Zeiger in verschiedene Richtungen, wird der Alltag als Belastung wahrgenommen.


ERFOLGSkompass

Fall 1: Sie fühlen sich nicht erfüllt – Handeln ohne Vision

Sie arbeiten extrem viel, haben aber trotzdem das Gefühl, nie Ihre Ziele zu erreichen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Ihre täglichen Handlungen Ihrem Ziel, aber nicht Ihrer eigentlichen Vision entsprechen. Ein Beispiel hierfür wäre: Ihr großer Traum war es mal Kindern zu helfen. Ihre täglichen Handlungen und das Angebot der Praxis umfasst aktuell eher eine hochwertige Versorgung von älteren Patienten.

Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihre Arbeit nicht erfüllt, ist die Anpassung Ihrer Ziele und Handlungen nach dem eigentlichen Sinn ratsam.

Fall 2: Sie erreichen Ihre Ziele nicht – Keine Bewusstmachung der eigentlichen Ziele

Sie lieben was Sie tun, aber am Jahresende erreichen Sie nicht die gesetzten Ziele? In diesem Fall orientiert sich Ihr Verhalten am Sinn, aber es kommen von Zeit zu Zeit immer wieder Zielehinzu, die nicht zu Ihrer Vision passen und eigentlich auch nicht Ihrer Persönlichkeit entsprechen. Ein Beispiel wäre: Sie lieben die Arbeit am Stuhl. Das Ziel einer Praxisexpansion würde dann dieser Ausrichtung widersprechen, da die unternehmerischen Tätigkeiten somit zunehmen.

Wenn Sie mit Ihrer Zielerreichung nicht zufrieden sind, schreiben Sie konkrete Jahresziele auf und übersetzen Sie diese dann in einen Handlungsplan pro Quartal, pro Monat, pro Woche.

Fall 3: Die Sinnkrise – Alle Pfeile zeigen in andere Richtungen

Sie nehmen sich Dinge vor, die Sie nicht erledigen, weil sie Ihren Fähigkeiten nicht entsprechen und nicht im Einklang mit Ihrem Antrieb stehen. Sie handeln in festen Gewohnheiten, die Sie nicht ans Ziel bringen. Denn Ihr vordergründiges Ziel entspricht nicht Ihrem persönlichem „Warum“. Ich erlebe dies meist, wenn viele Ziele von außen an die Praxisinhaber herangetragen werden. Ein Beispiel wäre: Die Arbeit am Patienten macht Ihnen keinen Spaß mehr und eigentlich möchten Sie etwas anderes machen. Ihr benanntes Ziel ist es aber die Praxis zu vergrößern. Ihre täglichen Handlungen wirken gleichförmig – ohne dass Sie sich erfüllt fühlen.

In diesem Fall ist es sinnvoll zunächst zu überlegen, für welche Tätigkeit Sie morgens gerne aufstehen würden. Stellen Sie sich die Frage, welcher Bereich aus der aktuellen Tätigkeit Ihnen am meisten Spaß bereitet.

Insgesamt gilt: ist Ihr Kompass einmal richtig eingestellt, werden Sie mit Freude und Erfolg Ihre Praxis entwickeln.


Vanessa Kohnert schreibt auf DENTAL MAGAZIN in ihrer regelmäßigen Kolumne „Nachgevragt“ über Themen, die jeden Zahnarzt/jede Zahnärztin beschäftigen. Hier gibt sie Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie einerseits der Erfolg Ihrer Praxis und andererseits auch Ihre eigene Zufriedenheit steigern können.

AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNG IM DENTAL MAGAZIN

Aktuell beklagen viele Praxisinhaber eine Überlastung. Es mangelt also nicht an der Zahl der Patienten, sondern häufig eher an den Gründen, aus denen diese die Praxis aufsuchen. Mit einem auf den Praxisinhaber zugeschnittenen Praxiskonzept und entsprechender Positionierung der Praxis, können die „richtigen“ Patienten erreicht werden.

Vanessa Kohnert, studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Geschäftsführerin von Vysible communication, sieht vor allem in der richtigen Positionierung von Praxen die Lösung zum Ausbruch aus dem Hamsterrad. „Viele Praxen schalten Anzeigen, erneuern alle paar Jahre ihre Webseite oder stecken Geld in Google- und Facebook-Anzeigen. Dabei ist die Lösung zu einer erfüllten und erfolgreichen Praxisentwicklung viel naheliegender“, sagt Kohnert.

Luxusproblem Patientenansturm

Aktuelle Zahlen belegen es, niedergelassene Ärzte arbeiten durchschnittlich ca. 52 Stunden in der Woche. Pro Tag behandeln sie im Schnitt 53 Patienten.1 Da liegt der Schluss nahe, dass Praxen heute eigentlich kein Marketing benötigen, denn Patienten haben sie ja offensichtlich genug. Kohnert hat in den vergangenen Jahren viele Praxen begleitet. Die Kommunikationsexpertin erläutert: „Die meisten Inhaber kommen heute nicht mehr zu uns um Neupatienten zu gewinnen, sondern um die richtigen Patienten anzusprechen.“ Ein Schlüssel zur erfüllten Praxisentwicklung liegt für die Expertin in der richtigen Positionierung der Praxis: „Durch eine starke Marke ergeben sich viele Vorteile: Praxen ziehen so automatisch die passenden Patienten an.“ Für die Expertin stehen hier zwei wichtige Bereiche im Mittelpunkt: Die jeweilige Unternehmerpersönlichkeit und die Bedürfnisse des Patienten.

„Durch eine starke Marke ergeben sich viele Vorteile“

Die eigenen Ziele und Wünsche definieren

Eine wichtige Rolle bei der Positionierung einer Praxis spielt der Inhaber selber. Mediziner sind zwar häufig sehr fleißig: Sie sammeln munter Zertifikate, verwenden die modernste Technik, halten Vorträge und bilden aus. Doch arbeiten sie dabei meist im und nicht am Unternehmen. Aussagen wie: „Ich habe es heute noch nicht mal auf die Toilette geschafft“, sind dabei keine Seltenheit.

Die Expertin erklärt: „Viele Praxisinhaber handeln täglich ohne die Wahrnehmung der eigenen Wünsche und persönlichen Fähigkeiten, ohne einen konkreten Plan. Deswegen sollte jeder Kommunikation immer eine genaue Definition von konkreten Wünschen und Zielen vorausgehen.“

Bedürfnisse der Patienten erkennen

Der zweite wichtige Aspekt bezieht sich auf die Festlegung des Wunschpatienten und seinen Bedürfnissen. Denn nur wenn bekannt ist, wer der „passende“ Patient ist, können Leistungen und die spezielle Ansprache darauf abgestimmt werden.

Das Arzt-Patientenverhältnis ist dabei grundsätzlich durch eine gewisse Markentreue gekennzeichnet, d.h. der Patient hat eine hohe Bindung, die aus Gewohnheit selten verändert wird. „Diese Beziehung wird in den vergangenen Jahren durch die vereinfachte Informationsbeschaffung immer mehr aufgebrochen, was zu einer höheren Wechselbereitschaft führt, sagt Kohnert. Sie rät deshalb Praxisinhabern: „Es lohnt sich, einmal genau den Wunschpatienten zu definieren, um dann die eigene Ausrichtung darauf abzustimmen. Dabei dient diese Festlegung auch dem Patienten: denn die Bestimmung der Position bietet ihm eine Hilfe zur Orientierung. So weiß der Patient genau was ihn erwartet.“

WENN UMSATZ DEN SCHMERZ NICHT MEHR STILLT

Viele Inhaber von Arztpraxen haben über Jahre gutes Geld verdient – doch mittlerweile ist der Beruf des Arztes so aufreibend, dass Viele ausgebrannt sind. Welche Möglichkeit bietet hier eine faszinierende Kommunikation?

Ein Freund von mir hat gerade seine Facharztprüfung bestanden. Er wollte sein ganzes Leben lang Arzt werden. Hat viel dafür geopfert, lange auf einen Studienplatz gewartet und nun…er arbeitet aktuell in einem Krankenhaus, mit unglaublich hohem zeitlichen Aufwand. Und er ist unendlich verzweifelt über die Arbeitsbedingungen, die Struktur, das Fehlen von Hilfe. Eigentlich wurde er von Beginn an mit allem alleine gelassen, mit seinen Fragen und Ängsten etwas falsch zu machen, was nicht wieder rückgängig zu machen ist. Bisher hat das lediglich dazu geführt, das er den Arbeitsplatz wechselt, ohne das eine Verbesserung eintritt.

Nun betreue ich ja schon sehr lange Inhaber von Arztpraxen bei ihrer Kommunikation. War früher fast immer eine Umsatzsteigerung das Ziel unserer Maßnahmen, ist es heute eher die Entlastung des Inhabers. Viele fühlen sich überrannt, finden keine Zeit für Organisatorisches oder für private Dinge. Dabei gibt es zwischen meinem Freund und ihnen einen ganz elementaren Unterschied. Sie sind selbstständig!

Sie können selber entscheiden, wen sie, wann behandeln. Dabei sind sie in ihrer Wahl mit Sicherheit nicht immer komplett unabhängig, aber es gibt überhaupt die Möglichkeit dazu.

Inhaber sollten anfangen, im Aufbau einer starken Marke, die Chance zu begreifen – die sie ihnen bieten – nämlich endlich die passenden Patienten anzuziehen und erfüllter zu arbeiten. Und das ist kein Bla bla.
Positioniert sich eine Praxis richtig, fühlen sich auch nur bestimmte Bezugsgruppen angesprochen. Das ist eigentlich ganz einfach zu begreifen: als Praxis haben sie den riesigen Vorteil der Regionalität. Stehen sie nun für ein Thema, dann ziehen sie genau die richtigen Patienten dazu an.

Die Fokussierung auf ein Themengebiet oder eine Leistung bietet noch viele weitere Vorteile: die Praxisleistung ist nicht vergleichbar, erreicht alleine durch die Fokussierung Aufmerksamkeit, erzielt durch die interne Bündelung höhere Umsätze und erschafft Freiräume, da andere Tätigkeiten nicht mehr ausgeführt werden müssen.

Warum also schreiben immer noch Inhaber 20 Leistungen und mehr auf Ihre Webseite? Sie müssen endlich verstehen, dass man durch eine Fokussierung keine Patienten verliert, sondern die Richtigen einsammelt. Dabei kann die Positionierung auch einen bestimmten Serviceanspruch oder ein Teamgedanke sein. Wichtig ist zu begreifen, warum Menschen zu ihnen kommen sollen. 

Mein Freund wird wohl nur die Möglichkeit haben, sich irgendwann sein eigenes Arbeitsmodell auszudenken, Praxisinhaber haben jeden Tag die Chance Ihre Wirkung anzupassen.

DAS MIT DER DIGITALISIERUNG

Alles spricht über Industrie 4.0, Digitalisierung und IOT. Schauergeschichten und Zukunftsträume werden medial diskutiert. Doch wo stehen deutsche Unternehmen eigentlich und welche Möglichkeiten und Ängste gibt es…

Fliegende Autos, Hologramme oder auch Uhren mit denen man telefonieren kann, gehörten in Zukunftsvisionen der 80er zum absoluten Standard. Aber wo stehen deutsche Firmen in Sachen Digitalisierung wirklich? 

So weit weg von den Vorstellungen aus den 80er sind wir eigentlich gar nicht. Wearables, Smart TVs aber auch vernetzte Zahnbürsten sind nur eine kleine Auswahl der smarten Produkte, die bereits täglich genutzt werden. Dabei verbinden sich immer mehr Waren mit dem Internet. Bis dato sind es bereits etwa 15 Milliarden Produkte weltweit. Im Jahr 2020 sollen es schon bis zu 30 Milliarden Geräte sein.

Niedrige Investitionen in die deutsche Digitalisierung 
Deutsche Unternehmen begreifen die neue Industrie häufig noch als Risiko. Rund 40 Prozent der Firmen fühlen sich auf das Thema Digitalisierung nicht gut vorbereitet. Auch die Investitionen in diesem Bereich spiegeln die generelle Zurückhaltung. Deutsche Unternehmen investieren nur 14 Prozent ihres Forschungsetats in die Industrie 4.0 relevanten Themen. International wird mehr als das Doppelte ausgegeben. Doch was ist der Grund dafür? Welche Herausforderungen warten auf die Unternehmen? Denn eins ist allen klar; die Digitalisierung wird die vorherrschenden Produktionsprozesse verändern und nicht aufzuhalten sein. 

Herausforderungen für deutsche Unternehmen: 

• Datenmengen 
Ein wichtiger Bestandteil von intelligenten Produkten und Services, ist die explodierende Menge an Daten, die gesammelt und analysiert werden muss. Die sogenannten Big Data sind wohl mit einer der wichtigsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Wer nachhaltig seine Effizienz steigern will, muss einen Weg finden, gezielt auf diese Daten zugreifen zu können. 

• Die Mitarbeiter in Veränderungen miteinbeziehen 
Die schwierigste Aufgabe ist es wohl, Mitarbeiter auf den Wandel vorzubereiten und die Veränderungen zu begleiten. In vielen Bereichen werden Zuständigkeiten wechseln und der Aufbau von neuen Fähigkeiten notwendig sein. Unternehmen sollten sich bereits jetzt darum bemühen, ihre Mitarbeiter auf diese Veränderungen vorzubereiten und Ängste frühzeitig wahrzunehmen. Denn Veränderung gilt nicht als das liebste Kind. Doch wer in diesem Prozess trotzdem das Bedürfnis nach Sicherheit gewährleisten kann, wird eher auf Unterstützung treffen.

• Kundenzugang 
Bei vernetzten Produkten und Services ist vor allem die Berücksichtigung von individuellen Kundenwünschen wichtig. Zukünftig wird daher die Art des Zugangs zu den Kundenanforderungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen. Unternehmen sollten festlegen, welche Produkteigenschaften sie selber beeinflussen möchten und welchen Stellenwert der Kunde einnimmt. Besonders die Unternehmen, die sich früh über intelligente Dienstleistungen Gedanken machen, können Vorteile herausarbeiten und ihren Kunden einen entscheidenden Mehrwert bieten.

• Umdenken in den Chefetagen 
Viele Geschäftsführer, vor allem von Mittelständischen Unternehmen, begreifen die Digitalisierung häufig noch als Risiko und nicht als Chance. Unternehmen unterschätzen dabei die Kraft von neuen Geschäftsmodellen, auch für traditionelle Unternehmenszweige. Mit ihrer Qualität und Exportorientierung hat die deutsche Wirtschaft nämlich exzellente Möglichkeiten, auch in Sachen Digitalisierung führend zu werden. 

Super interessant zu dem Thema sind die Ausführungen von Karl-Heinz Land.

SOCIAL MEDIA FÜR BEGINNER

Bevor Sie ein Social Media Profil anlegen, gibt es einiges zu beachten. Welche Überlegungen Sie sich vor der Erstellung machen solltet, finden Sie hier.

Steigende Nutzerzahlen, neue Plattformen und innovative Kampagnen sind an der Tagesordnung. Die rasante Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs fördern die mobile Nutzung sozialer Netzwerke und Plattformen – überall und jederzeit.

Bei Social Media geht es für viele Unternehmen heute nicht mehr um ein ob, sondern um das wie. Rund 80 Prozent der Unternehmen nutzen Facebook und YouTube, zwei drittel Twitter, mehr als die Hälfte Xing und fast jedes dritte Unternehmen nutzt Google Business. Dies ist auch kaum verwunderlich, schließlich folgen die Unternehmen damit dem Kommunikationsverhalten der Konsumenten.
Neben der Auswahl des geeigneten Portals, sollten Sie vor der Erstellung der eigentlichen Social Media Profile einige Dinge beachten.

Folgende Fragestellungen ergeben sich:

– Welche Nutzungsformen und Plattformen bieten das meiste Potenzial für Ihre Praxis?

– Wofür (Information, Marketing, Mitarbeiterrekrutierung, Veranstaltungsbewerbung etc.) sollten Sie soziale Medien einsetzen?

– Wie sollen die Social-Media-Aktivitäten im Unternehmen organisatorisch verankert werden?

– Wie machen Sie Ihre Mitarbeiter fit für die Nutzung von Social Media?

Doch wie beginnen Sie nun ein Profil aufzubauen?
Ich habe festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, in einem Workshop mit dem Praxisteam gemeinsam drei oder vier Grundmerkmale zu definieren. Also was unterscheidet Ihre Praxis, welche Eigenschaften macht Ihre Praxis besonders? Das ist übrigens auch für das persönliche Profil hilfreich.

Diese Merkmale bieten dann einen Rahmen. Vor jedem Posting was nun zukünftig geschrieben wird, sollte man sich dann die Frage stellen: Entspricht der Inhalt meinen festgelegten Merkmalen? Dies kann auch hilfreich sein zur Qualitätssicherung, wenn Mitarbeiter die Pflege übernehmen. Entwickelt man diesen Rahmen mit dem gesamten Team, ergeben sich zusätzlich schöne Eindrücke und die Mitarbeiter haben die Möglichkeit das Konzept zu verstehen und zu unterstützen.

Danach ist es wichtig die strategische Zielsetzung festzulegen. Also was will ich erreichen? Neupatienten, neue Mitarbeiter oder Kundenbindung? Natürlich kann man die strategische Ausrichtung auch sehr detailliert aufsetzen. Dies ist aber nur sinnvoll, wenn mehrere Kanäle verwendet werden und eine große Reichweite erzielt werden soll.

Ist das Profil einmal mit allen Informationen aufgesetzt, sollte es darum gehen Fans auf die neue Seite einzuladen. Hier ist ein organisches Wachstum häufig besser, als ein Gekauftes. Anschließend werden je nach Ausrichtung Inhalte kreiert und in einem Redaktionsplan zusammen gefasst.

Nochmal das Vorgehen zur Übersicht: 

1.     Festlegung von drei Grundmerkmalen

2.     Festlegung der strategischen Zielsetzung

3.     Fans gewinnen

4.     Sammlung für Posts anlegen

5.     Analyse

MEDIZIN DER WEIBLICHKEIT

Die Zahlen der letzten Abschlussjahrgänge belegen es: Die Dentalbranche wird zukünftig von Frauen regiert. In der Zahnmedizin schlossen 2015 über 80 Prozent weibliche Studenten ab. Welche Veränderungen sich daraus ergeben…

Der allmähliche Untergang der Alphatiere
Gerade die Dentalbranche wurde jahrelang von Alphamännchen dominiert und ist es noch. Gerade in großen Praxen haben häufig Männer das Sagen. Dieses Bild wird sich zukünftig verändern, denn immer mehr Frauen studieren Zahnmedizin. Warum? Ein Grund dafür könnte sein, dass viele Frauen einfach die besseren Voraussetzungen dazu haben, nämlich den benötigten, sehr guten Schulabschluss. Doch welche Veränderungen ergeben sich aus diesem Wechsel der Geschlechter? Hier einige Thesen, die sich aus Gesprächen mit Branchenexperten ergeben haben:

Frauen benötigen flexible Arbeitszeiten!
Viele Zahnärztinnen möchten nicht mehr ganztags arbeiten. Nicht nur der Familienwunsch, sondern vor allem der Drang nach Freizeitausgleich ist bei der kommenden Generation stärker ausgeprägt. Hier müssen andere Arbeitszeitregelungen entwickelt werden. Ein Modell könnte die Umverteilung der Praxiszeit auf mehrere Inhaber sein. Oder bestimmte Aufgaben werden auf eine andere Weise erledigt als bisher. Denkbar ist beispielsweise die Einführung einer zusätzliche Online-Beratung von Patienten.

Frauen möchten gerne in der Gemeinschaft arbeiten!
Viele Frauen lieben den Austausch und die Ergänzung im Team. Gerade aufgrund der benötigten Flexibilität werden Partnerschaften zukünftig noch mehr an Stellenwert gewinnen. Die Ära der Asphaltiere, die nur Anweisungen geben, wird aktuell bereits durch die Einflussnahme der Prophylaxeassistentin und der Praxismanagerin aufgebrochen. Zukünftig wird der Trend zur gegenseitige Unterstützung ein ganz entscheidender Faktor zur erfolgreichen Praxisführung sein.   

Frauen sind bei Investitionen vorsichtiger!
Bei der Gründung und Ausstattung von Praxen gelten Frauen als nicht so risikobereit. Viele scheuen die Kosten und arbeiten zunächst nur in einer Praxis mit. Sie brauchen durchschnittlich länger bis sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Darüber hinaus ist die heutige Zahnmedizin auch eine Medizin der technischen Herausforderungen. Teure Geräte werden von Frauen aber meist nur sehr zögerlich angeschafft. Hier ist die Industrie gefragt, alternative Preismodelle zu schaffen, die eine attraktive, moderne Zahnmedizin auch zukünftig ermöglichen.

In jedem Fall ist der Einzug der weiblichen Medizin ein Aufbruch von alten Strukturen und ein längst überfälliger Schritt…ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. 

IST CONTENT WIRKLICH KING?

Als wissenschaftlich geprägter Mensch tendiere ich immer zur Bevorzugung von Inhalten. Die PR-Schule predigt das gut recherchierte Informationen das Wichtigste sind. Google liebt viel Content. Aber sollten Inhalte wirklich immer im Fokus stehen?

Nehmen wir als Beispiel die Entstehung einer Webseite. Zunächst ist es hier wichtig, sich über die Zielsetzung und die Struktur Gedanken zu machen. Danach erfolgt die Erstellung eines Grunddesigns. Und da geht es dann bereits los. Hier gibt der Webdesigner häufig bereits Textblöcke mit Blindtext vor. Diese sind natürlich im weiteren Verlauf anpassbar, aber einmal gesetzt, ist es auch rein optisch schon sinnvoll, die vorgegebenen Textlängen einzuhalten. Das heißt aber auch, dass sich bei diesem Vorgehen der Inhalt der Form unterordnet. Wichtige Aspekte werden so ggf. gar nicht erst dargestellt oder zusammengefasst. 

Wählt man die umgedrehte Reihenfolge und setzt den Text vor der Erstellung des Layouts, kommt es vor, dass das Grunddesign zerstückelt und unrund wirkt. Darüber hinaus ist dies vom Handling extrem umständlich, da bestimmt Textteile später ergänzt und angepasst werden müssen. 

Also bleibt die grundlegende Frage: Folgt die Form dem Inhalt oder ist es genau andersherum? Nun gibt es ja Vertreter der Theorie, dass wenn etwas oder jemand nicht „gescheit“ wirkt, auch der Inhalt nicht wahrgenommen werden kann – egal wie gut er ist. 

Dem gegenüber steht der Eindruck, dass z. B. bei Facebook Anzeigen eine Änderung des Beitragtextes maßgeblich über den Erfolg eines Postings entscheidet. Sogar eher noch als eine Verbesserung des Bildes.

Im Endeffekt ist diese Entscheidung wie alle Marketingdinge, vom jeweiligen Zweck abhängig. Wenn man eine Webseite heute nur noch als Visitenkarte im Netz begreift, stehen rein optische Aspekte natürlich im Vordergrund. Also wirkt die Seite modern? Wirkt die Person die abgebildet ist sympathisch/kompetent etc.? Abgesehen mal von Google, ist viel Inhalt für den User meiner Meinung nach gar nicht mehr so relevant. In einem Zeitalter der Überschriftenleser und Mobiltelefonverwender, werden Inhalte online anders konsumiert. Das kann man nun schlimm finden, aber man kann es auch nutzen, um die Menschen noch besser zu erreichen – beispielsweise mit Witz und Emotion.

OHHHH, ZWISCHEN LEID UND MITLEID

Kennt Ihr auch Menschen die ständig über ihre Krankheiten reden, für die immer alles schwierig und kompliziert ist? Es gibt sie überall und sie rauben mir den Nerv. Ja, ich weiß, die möchten Anerkennung, aber ich kann das nicht mehr!

Ich treffe sie überall, im Kindergarten, vor mir an der Supermarktkasse, beim Sport oder auch im direkten Umfeld…die Nörgler, Kritiker und Bedenkenträger. „Warum gehst Du denn in Deiner Freizeit zu `ner Fortbildung?“, „Ach, lass das doch lieber, das ist doch verschenkte Zeit“… ich möchte das nicht mehr!

Jim Rohn hat mal gesagt: „Man ist die Summe der fünf Menschen, die einen umgeben.“ Die Menschen mit denen wir Zeit verbringen, beeinflussen was wir sind, wie wir denken, wie wir und unsere Kinder fühlen. Wir werden zu Meckerer, weil wir das Verhalten der Menschen mit denen wir Zeit verbringen nachahmen.

Wenn Sie sich nun selber verändern möchte, wird das direkte Umfeld dies nur selten begrüßen. Nicht weil sie missgünstig sind, sondern weil sie einen so mögen, wie man ist und keine Änderung möchten. Denn Veränderung ist unbequem und anstrengend. Nun raten viele Coaches und Berater dazu, in so einer Situation das komplette Umfeld auszutauschen.

Mhhh, ist das wirklich so ratsam?

Einfach ist es in keinem Fall. Häufig sind es ja nicht nur langjährige Freundschaften, sondern auch Familienmitglieder die man verletzt zurücklässt. Und was dann? Sucht man sich „einfach“ neue Freunde?! Besonders die Spezies erfolgreicher, zuverlässiger Freund mit Lebensfreude, ist ja quasi überall anzutreffen. Spaß beiseite. Sich an erfolgreichen Menschen zu orientieren, macht für das eigene Vorankommen natürlich Sinn. Ich denke nur, dass man sich lange und gründlich überlegen sollte, welche Menschen einen nur runterziehen und wer vielleicht nur mal eine schlechte Phase hat. Denn zusammen nörgeln und meckern hat ja nicht nur negative Eigenschaften. Manchmal lässt es Menschen auch näher zusammen rücken und neue Gedanken entstehen.

Meiner Meinung nach ist immer „Disneyland“ halt auch irgendwann langweilig.

Pen
>