Monthly Archives: Juni 2019

DAS MIT DER DIGITALISIERUNG

Alles spricht über Industrie 4.0, Digitalisierung und IOT. Schauergeschichten und Zukunftsträume werden medial diskutiert. Doch wo stehen deutsche Unternehmen eigentlich und welche Möglichkeiten und Ängste gibt es…

Fliegende Autos, Hologramme oder auch Uhren mit denen man telefonieren kann, gehörten in Zukunftsvisionen der 80er zum absoluten Standard. Aber wo stehen deutsche Firmen in Sachen Digitalisierung wirklich? 

So weit weg von den Vorstellungen aus den 80er sind wir eigentlich gar nicht. Wearables, Smart TVs aber auch vernetzte Zahnbürsten sind nur eine kleine Auswahl der smarten Produkte, die bereits täglich genutzt werden. Dabei verbinden sich immer mehr Waren mit dem Internet. Bis dato sind es bereits etwa 15 Milliarden Produkte weltweit. Im Jahr 2020 sollen es schon bis zu 30 Milliarden Geräte sein.

Niedrige Investitionen in die deutsche Digitalisierung 
Deutsche Unternehmen begreifen die neue Industrie häufig noch als Risiko. Rund 40 Prozent der Firmen fühlen sich auf das Thema Digitalisierung nicht gut vorbereitet. Auch die Investitionen in diesem Bereich spiegeln die generelle Zurückhaltung. Deutsche Unternehmen investieren nur 14 Prozent ihres Forschungsetats in die Industrie 4.0 relevanten Themen. International wird mehr als das Doppelte ausgegeben. Doch was ist der Grund dafür? Welche Herausforderungen warten auf die Unternehmen? Denn eins ist allen klar; die Digitalisierung wird die vorherrschenden Produktionsprozesse verändern und nicht aufzuhalten sein. 

Herausforderungen für deutsche Unternehmen: 

• Datenmengen 
Ein wichtiger Bestandteil von intelligenten Produkten und Services, ist die explodierende Menge an Daten, die gesammelt und analysiert werden muss. Die sogenannten Big Data sind wohl mit einer der wichtigsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Wer nachhaltig seine Effizienz steigern will, muss einen Weg finden, gezielt auf diese Daten zugreifen zu können. 

• Die Mitarbeiter in Veränderungen miteinbeziehen 
Die schwierigste Aufgabe ist es wohl, Mitarbeiter auf den Wandel vorzubereiten und die Veränderungen zu begleiten. In vielen Bereichen werden Zuständigkeiten wechseln und der Aufbau von neuen Fähigkeiten notwendig sein. Unternehmen sollten sich bereits jetzt darum bemühen, ihre Mitarbeiter auf diese Veränderungen vorzubereiten und Ängste frühzeitig wahrzunehmen. Denn Veränderung gilt nicht als das liebste Kind. Doch wer in diesem Prozess trotzdem das Bedürfnis nach Sicherheit gewährleisten kann, wird eher auf Unterstützung treffen.

• Kundenzugang 
Bei vernetzten Produkten und Services ist vor allem die Berücksichtigung von individuellen Kundenwünschen wichtig. Zukünftig wird daher die Art des Zugangs zu den Kundenanforderungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen. Unternehmen sollten festlegen, welche Produkteigenschaften sie selber beeinflussen möchten und welchen Stellenwert der Kunde einnimmt. Besonders die Unternehmen, die sich früh über intelligente Dienstleistungen Gedanken machen, können Vorteile herausarbeiten und ihren Kunden einen entscheidenden Mehrwert bieten.

• Umdenken in den Chefetagen 
Viele Geschäftsführer, vor allem von Mittelständischen Unternehmen, begreifen die Digitalisierung häufig noch als Risiko und nicht als Chance. Unternehmen unterschätzen dabei die Kraft von neuen Geschäftsmodellen, auch für traditionelle Unternehmenszweige. Mit ihrer Qualität und Exportorientierung hat die deutsche Wirtschaft nämlich exzellente Möglichkeiten, auch in Sachen Digitalisierung führend zu werden. 

Super interessant zu dem Thema sind die Ausführungen von Karl-Heinz Land.

SOCIAL MEDIA FÜR BEGINNER

Bevor Sie ein Social Media Profil anlegen, gibt es einiges zu beachten. Welche Überlegungen Sie sich vor der Erstellung machen solltet, finden Sie hier.

Steigende Nutzerzahlen, neue Plattformen und innovative Kampagnen sind an der Tagesordnung. Die rasante Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs fördern die mobile Nutzung sozialer Netzwerke und Plattformen – überall und jederzeit.

Bei Social Media geht es für viele Unternehmen heute nicht mehr um ein ob, sondern um das wie. Rund 80 Prozent der Unternehmen nutzen Facebook und YouTube, zwei drittel Twitter, mehr als die Hälfte Xing und fast jedes dritte Unternehmen nutzt Google Business. Dies ist auch kaum verwunderlich, schließlich folgen die Unternehmen damit dem Kommunikationsverhalten der Konsumenten.
Neben der Auswahl des geeigneten Portals, sollten Sie vor der Erstellung der eigentlichen Social Media Profile einige Dinge beachten.

Folgende Fragestellungen ergeben sich:

– Welche Nutzungsformen und Plattformen bieten das meiste Potenzial für Ihre Praxis?

– Wofür (Information, Marketing, Mitarbeiterrekrutierung, Veranstaltungsbewerbung etc.) sollten Sie soziale Medien einsetzen?

– Wie sollen die Social-Media-Aktivitäten im Unternehmen organisatorisch verankert werden?

– Wie machen Sie Ihre Mitarbeiter fit für die Nutzung von Social Media?

Doch wie beginnen Sie nun ein Profil aufzubauen?
Ich habe festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, in einem Workshop mit dem Praxisteam gemeinsam drei oder vier Grundmerkmale zu definieren. Also was unterscheidet Ihre Praxis, welche Eigenschaften macht Ihre Praxis besonders? Das ist übrigens auch für das persönliche Profil hilfreich.

Diese Merkmale bieten dann einen Rahmen. Vor jedem Posting was nun zukünftig geschrieben wird, sollte man sich dann die Frage stellen: Entspricht der Inhalt meinen festgelegten Merkmalen? Dies kann auch hilfreich sein zur Qualitätssicherung, wenn Mitarbeiter die Pflege übernehmen. Entwickelt man diesen Rahmen mit dem gesamten Team, ergeben sich zusätzlich schöne Eindrücke und die Mitarbeiter haben die Möglichkeit das Konzept zu verstehen und zu unterstützen.

Danach ist es wichtig die strategische Zielsetzung festzulegen. Also was will ich erreichen? Neupatienten, neue Mitarbeiter oder Kundenbindung? Natürlich kann man die strategische Ausrichtung auch sehr detailliert aufsetzen. Dies ist aber nur sinnvoll, wenn mehrere Kanäle verwendet werden und eine große Reichweite erzielt werden soll.

Ist das Profil einmal mit allen Informationen aufgesetzt, sollte es darum gehen Fans auf die neue Seite einzuladen. Hier ist ein organisches Wachstum häufig besser, als ein Gekauftes. Anschließend werden je nach Ausrichtung Inhalte kreiert und in einem Redaktionsplan zusammen gefasst.

Nochmal das Vorgehen zur Übersicht: 

1.     Festlegung von drei Grundmerkmalen

2.     Festlegung der strategischen Zielsetzung

3.     Fans gewinnen

4.     Sammlung für Posts anlegen

5.     Analyse

MEDIZIN DER WEIBLICHKEIT

Die Zahlen der letzten Abschlussjahrgänge belegen es: Die Dentalbranche wird zukünftig von Frauen regiert. In der Zahnmedizin schlossen 2015 über 80 Prozent weibliche Studenten ab. Welche Veränderungen sich daraus ergeben…

Der allmähliche Untergang der Alphatiere
Gerade die Dentalbranche wurde jahrelang von Alphamännchen dominiert und ist es noch. Gerade in großen Praxen haben häufig Männer das Sagen. Dieses Bild wird sich zukünftig verändern, denn immer mehr Frauen studieren Zahnmedizin. Warum? Ein Grund dafür könnte sein, dass viele Frauen einfach die besseren Voraussetzungen dazu haben, nämlich den benötigten, sehr guten Schulabschluss. Doch welche Veränderungen ergeben sich aus diesem Wechsel der Geschlechter? Hier einige Thesen, die sich aus Gesprächen mit Branchenexperten ergeben haben:

Frauen benötigen flexible Arbeitszeiten!
Viele Zahnärztinnen möchten nicht mehr ganztags arbeiten. Nicht nur der Familienwunsch, sondern vor allem der Drang nach Freizeitausgleich ist bei der kommenden Generation stärker ausgeprägt. Hier müssen andere Arbeitszeitregelungen entwickelt werden. Ein Modell könnte die Umverteilung der Praxiszeit auf mehrere Inhaber sein. Oder bestimmte Aufgaben werden auf eine andere Weise erledigt als bisher. Denkbar ist beispielsweise die Einführung einer zusätzliche Online-Beratung von Patienten.

Frauen möchten gerne in der Gemeinschaft arbeiten!
Viele Frauen lieben den Austausch und die Ergänzung im Team. Gerade aufgrund der benötigten Flexibilität werden Partnerschaften zukünftig noch mehr an Stellenwert gewinnen. Die Ära der Asphaltiere, die nur Anweisungen geben, wird aktuell bereits durch die Einflussnahme der Prophylaxeassistentin und der Praxismanagerin aufgebrochen. Zukünftig wird der Trend zur gegenseitige Unterstützung ein ganz entscheidender Faktor zur erfolgreichen Praxisführung sein.   

Frauen sind bei Investitionen vorsichtiger!
Bei der Gründung und Ausstattung von Praxen gelten Frauen als nicht so risikobereit. Viele scheuen die Kosten und arbeiten zunächst nur in einer Praxis mit. Sie brauchen durchschnittlich länger bis sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Darüber hinaus ist die heutige Zahnmedizin auch eine Medizin der technischen Herausforderungen. Teure Geräte werden von Frauen aber meist nur sehr zögerlich angeschafft. Hier ist die Industrie gefragt, alternative Preismodelle zu schaffen, die eine attraktive, moderne Zahnmedizin auch zukünftig ermöglichen.

In jedem Fall ist der Einzug der weiblichen Medizin ein Aufbruch von alten Strukturen und ein längst überfälliger Schritt…ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. 

IST CONTENT WIRKLICH KING?

Als wissenschaftlich geprägter Mensch tendiere ich immer zur Bevorzugung von Inhalten. Die PR-Schule predigt das gut recherchierte Informationen das Wichtigste sind. Google liebt viel Content. Aber sollten Inhalte wirklich immer im Fokus stehen?

Nehmen wir als Beispiel die Entstehung einer Webseite. Zunächst ist es hier wichtig, sich über die Zielsetzung und die Struktur Gedanken zu machen. Danach erfolgt die Erstellung eines Grunddesigns. Und da geht es dann bereits los. Hier gibt der Webdesigner häufig bereits Textblöcke mit Blindtext vor. Diese sind natürlich im weiteren Verlauf anpassbar, aber einmal gesetzt, ist es auch rein optisch schon sinnvoll, die vorgegebenen Textlängen einzuhalten. Das heißt aber auch, dass sich bei diesem Vorgehen der Inhalt der Form unterordnet. Wichtige Aspekte werden so ggf. gar nicht erst dargestellt oder zusammengefasst. 

Wählt man die umgedrehte Reihenfolge und setzt den Text vor der Erstellung des Layouts, kommt es vor, dass das Grunddesign zerstückelt und unrund wirkt. Darüber hinaus ist dies vom Handling extrem umständlich, da bestimmt Textteile später ergänzt und angepasst werden müssen. 

Also bleibt die grundlegende Frage: Folgt die Form dem Inhalt oder ist es genau andersherum? Nun gibt es ja Vertreter der Theorie, dass wenn etwas oder jemand nicht „gescheit“ wirkt, auch der Inhalt nicht wahrgenommen werden kann – egal wie gut er ist. 

Dem gegenüber steht der Eindruck, dass z. B. bei Facebook Anzeigen eine Änderung des Beitragtextes maßgeblich über den Erfolg eines Postings entscheidet. Sogar eher noch als eine Verbesserung des Bildes.

Im Endeffekt ist diese Entscheidung wie alle Marketingdinge, vom jeweiligen Zweck abhängig. Wenn man eine Webseite heute nur noch als Visitenkarte im Netz begreift, stehen rein optische Aspekte natürlich im Vordergrund. Also wirkt die Seite modern? Wirkt die Person die abgebildet ist sympathisch/kompetent etc.? Abgesehen mal von Google, ist viel Inhalt für den User meiner Meinung nach gar nicht mehr so relevant. In einem Zeitalter der Überschriftenleser und Mobiltelefonverwender, werden Inhalte online anders konsumiert. Das kann man nun schlimm finden, aber man kann es auch nutzen, um die Menschen noch besser zu erreichen – beispielsweise mit Witz und Emotion.

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